Mitte März ist es wieder soweit. Zum 16. Mal treffen an der Universität Hohenheim Vertreter der Glücksspielindustrie zusammen, um gemeinsam aktuelle Themen zu diskutieren, die vor allem für die großen Glücksspielanbieter, Vereine, Institutionen und Regulierungsbehörden der Branche von Bedeutung sind. Am 12. und 13. März stehen auf dem Programm auch zwei Podiumsdiskussionen. Wie bereits 2018 werden dabei große Namen gemeinsam aktuelle Themen erörtern. Mit dabei ist in diesem Jahr unter anderem Mathias Dahms vom Deutschen Sportwettenverband wie auch Georg Stecker von der Deutschen Automatenwirtschaft.

Mann mit Mikrofon spricht; im Vordergrund Schreibtisch und offener Laptop.
Neben vielen Worten werden die Beiträge und Diskussionsrunden des Symposiums natürlich auch von digitalen Medien begleitet.

Von Werbung bis Biometrie

Die Themenschwerpunkte der Podiumsvorträge liegen beim Symposium Glücksspiel 2019 neben dem Bereich Marketing und Zertifizierungsfragen beim Thema Suchtprävention.  Zu diesem Thema werden auch Vertreter des baden-württembergischen Landtags erwartet, sodass auch die politische Perspektive Gehör findet.

Damit aber noch lange nicht genug. Denn auch abseits dieser fast schon üblichen Themen, wenn in Deutschland über den Glücksspielmarkt diskutiert wird, gibt es allerlei innovative Vorträge zu hören, unter anderem auch über technische Neuerungen, die für die Glücksspielindustrie interessant sein können.

Vor allem die Vorträge von Dennis Schlegel zum Thema Blockchain-Technologie sowie die Präsentationen von Dr. Jürgen Pampus, Dr. Jens-Uwe Garbas und Dr. Stefan Bring zum komplexen Thema Biometrie dürften von Interesse sein und einige womöglich gar unerwartete Perspektiven auf die Zukunft des Glücksspielsektors in Deutschland öffnen. Dazu gehören Vorträge zur Gesichtserkennung als Identifikationsmethode sowie zur Gefühlserkennung mittels biometrischer Methoden.

Veranstaltet wird das Symposium von der 2004 gegründeten Forschungsstelle Glücksspiel der Universität Hohenheim. Über 20 Wissenschaftler unterschiedlicher Fachdisziplinen beschäftigen sich mit dem Thema  Glücksspiel unter den Gesichtspunkten Verbraucherpolitik, Mathematik und Statistik, den Kommunikations- und Informationswissenschaften, Spieltheorie bis hin zur Psychologie, Recht und Medizin.

Die Vortragsthemen des 16. Symposiums Glücksspiel in der Übersicht:

  • Begründung des Lotteriemonopols
  • Vollzug und Vollzugsdefizite
  • Zertifizierung und Akkreditierung
  • Werbung
  • Organisation der Glücksspielsuchtforschung, -hilfe und -prävention
  • Zusammenarbeit Suchthilfe und Anbieter
  • Maßnahmen zum Spieler- und Jugendschutz
  • Technische Entwicklungen: Biometrie und Blockchain

Wer im Audimax der Universität Hohenheim selbst vorbeischauen und die einzelnen Diskussionen und Vorträge live verfolgen möchte, kann sich noch bis zum 25. Februar anmelden. Als Zuschauer darf praktisch jeder teilnehmen. Die Kosten liegen bei 350 Euro pro Karte und berechtigen zum Zutritt in die Garbenstraße 30 in Hohenheim sowohl am 12. als auch am 13. März. Die Universität Hohenheim empfiehlt zudem, sich rechtzeitig um Übernachtungsmöglichkeiten zu bemühen.

Wer sich einen Überblick darüber verschaffen möchte, welche Experten zu welchen Themen Stellung beziehen und wann mit welchen Vorträgen zu rechnen ist, der hat die Möglichkeit, das aktuelle Programm des 16. Symposiums Glücksspiel online als PDF anzusehen bzw. kostenlos herunterzuladen.

Symposium mit reichlich Prominenz

Natürlich könnte aber nicht guten Gewissens von einem Symposium gesprochen werden, wenn nicht auch reichlich geballtes Fachwissen in Person mehrerer hochrangiger Vertreter der Glücksspielindustrie erwartet werden könnte. Neben Prof. Dr. Tilman Becker, dem Leiter der Forschungsstelle Glücksspiel, werden aber auch andere bekannte Namen vor Ort zu erwarten sein – ein Überblick:

  • Georg Stecker: Georg Stecker ist Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft, die gegenüber Politik, Verwaltung und Medien die Interessen der Branche vertritt. Der Dachverband machte erst kürzlich auf sich aufmerksam, weil er sich Bastian Schweinsteiger als Testimonial für die Ende 2018 gestartete Kampagne gegen illegales Glücksspiel sicherte.
  • Mathias Dahms: Mathias Dahms ist derzeit ehrenamtlicher Präsident des Deutschen Sportwettenverbandes e.V. und zudem Geschäftsführer der XTiP Sportwetten Vertrieb GmbH. Zuvor war er unter anderem als CEO bei der Mybet Holding tätig.
  • Dr. Dirk Quermann: Dr. Dirk Quermann ist Geschäftsführer von Merkur Interactive und wird auf dem Symposium Glücksspiel in Hohenheim den Deutschen Online Casinoverband personell vertreten, in dem er selbst als Präsident fungiert. Zudem ist Dr. Dirk Quermann seit jüngster Zeit auch Teil der neuen Führungsebene der Gauselmann Gruppe. Als Sprecher der Geschäftsführung kümmert er sich vor allem um den Bereich Sportwetten.

Symposium 2018 mit klarem Fazit

Dass die Glücksspielbranche in Deutschland statisch sei, kann sicherlich kaum behauptet werden. Dies beweist die jährliche Zusammenkunft der wichtigsten Vertreter deutscher Glücksspielunternehmen und -einrichtungen im Symposium Glücksspiel an der Universität Hohenheim. Bereits 2018 leisteten sich die Teilnehmer und Veranstalter teils intensive Diskussionen, kamen am Ende aber dennoch zu einem klaren Fazit.

Die Forderungen des 15. Symposiums aus 2018 waren daher relativ eindeutig: Bund und Länder sollten eine bundesweit einheitliche Regulierung umsetzen. Da Bund und Länder mittlerweile aber aufeinander zugegangen sind, stehen 2019 endlich auch andere Themen auf der Agenda.

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